Magento Certified Developer – Erfahrungsbericht

Seit einiger Zeit bietet Magento ein Zertifizierungsprogramm an, dass im Rahmen des Trainigsprogramms “Magento U” ins Leben gerufen wurde.

Ich habe durchaus eine Zeit lang überlegt, ob und wann ich die Prüfung machen soll. Aber schlußendlich habe ich letzten Montag meinen Mut zusammengefasst und einen Prüfungstermin vereinbart. Nach einige Nächten “code studieren” und auffrischen war es letzten Donnerstag dann so weit und ich darf mich seither offiziell “Magento Certified Developer” nennen! Dieses Erlebnis möchte ich gern mit anderen teilen, da ich bis zum Abschluss einige offene Fragen hatte, die sich erst im Laufe der Tage geklärt hatten. Außerdem hat mir der Erfahrungsbericht von Matthias Zeis zum Beta Exam sehr gut gefallen, weshalb ich auch meine Erfahrung mitteilen möchte.

Wie schon erwähnt, habe ich letzten Montag den Entschluss gefasst. Bis dahin habe ich bereits einige Blogs gelesen, Unterlagen studiert und natürlich viel mit Magento gearbeitet, um von mir überzeugt zu sein, dass ich die Zertifizierung bestehen könnte.

Anmeldung:

Wie bei einem e-Commerce Unternehmen zu erwarten war, ist die Prüfung online zu beantragen und zu bezahlen. Magento arbeitet dabei mit dem Programmanbieter “Prometric” zusammen, der über sein Netzwerk weltweit Prüfungsmöglichkeiten anbietet. Als erstes gilt es ein Prüfungszentrum zu finden. Auf der Webseite von Prometric findet man nach ein paar Dropdown’s ganz einfach die richtige Location. Jede Location hat verschiedene Tage mit fixen Zeitfenster im Angebot, die in 30 Minuten Abschnitten gewählt werden können.
Nach einem passenden Termin muss man nur noch die Gebühr (€ 188,-) bezahlen und hat im Handumdrehen einen Termin. Kleiner Tipp: beim Registrierungsformular wird eine Magento-ID gefragt. Diese findet man auf der Webseite von Magento-Commerce, wenn man eingeloggt ist rechts oben unter “Acct ID”.

Vorbereitung:

Nun war der Termin fix und ich hatte keine Ausreden mehr. Somit war es umso wichtiger, dass ich mein Gewissen beruhige und zumindest alle gefragten Bereiche einmal durchgehe. Sehr hilfreich war dabei der “Study Guide”, den man auf der Infoseite unter dem Karteireiter “Resources” zur Zertifizierung auf der Webseite von Magento findet.

Da ich selber zB noch weniger mit “Shipping” zu tun hatte, war es an der Zeit, mich dort mehr einzulesen. Grundsätzlich sei aber gesagt, dass in den Bereichen in denen ich selber bereits viel programmiert hatte, nicht mehr viel zu wiederholen war. Zusätzlich hatte ich aber doch einige Male den “Aha-Effekt”, wo ich die eine oder andere Feinheit von Magento entdeckt hatte, die ich sicher in meinen nächsten Projekten anwenden werde.

Also nach 3 Abenden Code lesen war ich überzeugt – und beruhigt zugleich – dass es am nächsten Tag schon klappen wird.

Die Prüfung:

Am Tage der Prüfung musste ich um 09:00 Uhr beim Testcenter erscheinen, damit ich um 09:30 Uhr die Prüfung antreten konnte. Nach einer anfänglichen Identifizierung (damit ich auch wirklich ich bin) und der Unterzeichnung einer NDA war es dann soweit. Ich musste noch alle Utensilien (Jacke, Tasche, Handy, Sonnenbrille, etc) abgeben, damit jeder Verdacht eines Schwindels ausgeschlossen werden kann. Bis dahin hatte ich aber noch keine Ahnung, wie viele Fragen ich eigentlich schaffen muss, damit ich bestehe.

Als ich dann in den Prüfungsraum kam, war ich (erwartungsgemäß) der einzige Teilnehmer. Da die Prüfungen weltweit zu jeder Zeit und an so vielen Orten gemacht werden kann, war es eher unwahrscheinlich, dass genau zur gleichen Zeit am selben Ort ein anderer auch diese Prüfung machen würde.

In einem Raum von 10 PC’s war einer für mich vorbereitet. Der Mitarbeiter der Prüfungsstelle hat sich dort eingeloggt und meine Prüfungs-ID zur Anmeldung eingegeben. Nach einer anfänglichen Einweisung konnte ich nun die Prüfung beginnen.

An dieser Stelle wurde ich zum ersten Mal informiert, wie viel ich von den 70 multiple-choice Fragen wissen muss, um zu bestehen – was mich etwas beruhigt hat. Danach ging es Schlag auf Schlag. Es kamen Fragen mit Radio Buttons (also nur eine richtige Antwort) und Fragen, wo in der Fragestellung bereits zu lesen war, wie viel richtige Antworten es geben wird. Man konnte eine Frage auch markieren, um später diese Fragen nochmals durchgehen zu können. Insgesamt hatte ich 90 Minuten Zeit.

Nach etwa einer Stunde hatte ich die 70 Fragen komplett durch. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich auch jene Frage markiere, wo ich mir etwas unsicher war. Somit konnte ich nach dem ersten Durchlauf bereits abschätzen, wie viele Fragen ich (meiner Meinung nach) bereits sicher wusste – das waren bereits 40 Stück. Danach ging ich die markierten Fragen wieder und wieder durch, bis ich zum Schluss nur noch 10 davon hatte – wo ich mir einfach nicht sicher war. Das war dann ca. 8 Minute vor Ende, weshalb ich selber auch nicht mehr wollte.

Nach dem Beenden des Tests kamen noch ein paar statistische Fragen von Magento, die ich rasch durchklickte – denn ich wusste noch immer nicht, ob ich bestanden hatte! Und dann war es so weit: Am Bildschirm stand ”Congratulations” - ich hatte es geschafft.

Somit darf ich mich nun offiziell Magento Certified Developer nennen – und ich bin stolz drauf!

3 Gedanken zu “Magento Certified Developer – Erfahrungsbericht

  1. Hallo Walter, dann möchte ich dir zuerst meine Gratulationen aussprechen. Und dir für deinen Bericht danken. Ich überlege auch seit geraumer Zeit, die Zertifizierung zu machen, aber ehrlichgesagt habe ich bammeln davor, das ich es nicht schaffe und die gut 200€ sind leider auch kein Pappenstiel für mich.

    Da ichbisher noch niemanden gefunden habe, der mal ein wenig genauer Auf den Study Guide eingeht, würde mich interessieren, ob du Auskunft über die Tiefe der gestellten Fragen geben kannst/willst/darfst?

    Schöne Grüße

    Thomas

  2. Danke an Philipp.
    @Thomas: kann ich dir nur empfehlen, einen Termin auszumachen – so war ich zumindest gezwungen, mich darauf vorzubereiten und nicht immer wieder zu verschieben!
    Der Studyguide war meine Basis, um die notwendigen Bereich durchzuarbeiten. Ich habe dann versucht, die gestellten Fragen im Code nachzuvollziehen – so konnte ich viel neues über Magento erfahren!